Kleve: Man nehme: Rezepte 2007
Kleve: Man nehme: Rezepte 2007. Man nehme: So beginnen Rezepte aller Art, ob für Köche am Herd oder Politiker am Schreibtisch. Letztere nehmens bekanntlich am allerliebsten von den Bürgern, um die öffentlichen Kassen vor allzu großer Schwindsucht zu retten, wie manch einer bei den Meldungen der ersten Woche 2007 aufseufzend zur Kenntnis nahm. Und damit ist keineswegs die Mehrwertsteuer gemeint, denn dass die auf satte 19 Prozent klettert, ist bei dem wochenlangen öffentlichen Brimborium kaum einer Erwähnung wert. Eher umgekehrt wird auf kommunaler Ebene ein Schuh draus: Zwei Beispiele aus den ersten Tagen des neuen Jahres zeigen gekonnte Griffe in den Untertanen-Geldbeutel, heimlich, still, leise und vor allem anfangs unbemerkt. Damit ists nun vorbei: Wer Sperrmüll in Kleve los werden möchte, kann ihn entweder selbst wegkarren oder 20 Euro aus dem Portemonnaie entsorgen. Und wer ein paar Runden im kühlen Nass des Klever Hallenbads drehen will, kann sich entweder mit einer in Wucherer-Kreisen durchaus normalen Preiserhöhung von 25 Prozent abfinden oder eine neue Schwimmstätte suchen. Für den Rest des Jahres zu befürchten bleibt: Das ist erst der Anfang der Fahnenstange, nicht das Ende.
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